Birgit Unterholzner
Presse und Stimmen zu "Vielleicht warst du ein Flügelschlag"

Das kleine Mädchen im Bärenkostüm fragt seinen Vater :"Warum bin ich auf der Welt?" Der Vater steht ein wenig schief und brummt, wie Väter eben brummen :"Weil wir uns dich gewünscht haben ...". Das ist die Grundfrage, die alle Kinder (sich) stellen: Wo komme ich her, warum bin ich auf die Welt gekommen, liebt ihr mich?" (...) Felicia gräbt und gräbt und tritt mit ihren Fragen in Fantasiewelten ein, die immer auch einen kindgerechten (philosophischen) Zugang zur Welt bedeuten. "Du warst ein Schimpansenbaby. Eine Ziege an der Leine. Ein Ohrwurm", sagt ihr Bruder. Vielleicht war ich ein Baum, denkt Felicia, aber auch bei der Katze auf dem Dach findet sie keine Antwort. Doch von dort geht es weiter in den Himmel und immer weiter, auch dorthin, wo nichts ist.
Feinfühlig erkundet die Autorin die kindliche Gefühlswelt und die kindlichen Ängste. Frühwirth, die die Texte bekam und dann zeichnete, setzt die Stimmungen in Farben um, in die Schönheit des Lebens, in ein Lachen am Ende. "Es erklingt ein Lachen auf der Welt", heißt es da, "und dieses Lachen hat Felicia erfunden."

Georg Mair ff

Die kleine Felicia möchte unbedingt wissen, woher sie kommt bzw. weshalb sie auf der Welt ist. Sie fragt ihre Eltern, ihren Bruder und die schwarze Katze. Keine der Antworten überzeugt sie. Auch in ihren Träumen können ihr weder der Wind, die Sterne noch das All die Frage beantworten. Sie bleibt im Ungewissen. Ein anspruchvolles Bilderbuch, das vermutlich auch bei Erwachsenen Fragen nach der Herkunft aufkommen lässt.
kjm-aargau.ch, Kinder-und Jugendmedien Aargau

Das Buch stellt die zentralen Fragen nach der Entstehung, der Vergänglichkeit und dem Sinn des Daseins, lässt diese mit poetischen Antworten aber bewusst offen. Fantasievolle Sprachbilder und farbige, collageähnliche Illustrationen skizzieren und bewahren das Geheimnis des Lebens. Sie laden Kinder und Erwachsene ein, gemeinsam zu philosophieren und nach eigenen Antworten zu suchen.
Doris Lanz, Kinder-und Jugendmedien KJM, Bern Freiburg

Felicia und ihre Fragen stehen im Zentrum des Bilderbuches.(...) Es ist ein Gedankenspiel, denn auf ihre Fragen gibt es keine eindeutigen Anworten. (...) Der Text gibt fantasievolle, poetische Antworten: "Vielleicht warst du ein Traum, flüstert der Traumfänger. Einer aus Tausendundeiner Nacht. Ein Sandkorn in der Wüste." Es macht dem kleinen Mädchen Spaß, sich in die Fantasiewelten hineinzubegeben und verrückte Antworten zu finden. (...) Die surrealistischen Illustrationen vereinen verschiedene Techniken - Collagen, Zeichnungen - und befeuern die spielerischen federleichten Gedankengänge. Ein anregender Titel zum Thema mit Kindern philosophieren. Empfohlen.
Ursula Führer, ekz.bibliotheksservice Reutlingen

Kindlich vergnügtes Spiel mit der Frage: Woher komme ich? Felicia möchte wissen, woher sie kommt. Und wie es scheint, sind die Antworten von Papa ("wir haben dich uns gewünscht") und Mama ("aus meinem Bauch") nicht befriedigend. Das kleine Mädchen beginnt mit viel Fantasie weiterzuforschen, sich in andere Zusammenhänge hineinzuträumen, mit Wolken, Wind und Welt in Dialog zu treten. Dass sie dafür auf das Dach und bis zu den Sternen klettern muss, hat eine innere Logik - erst mit dem größeren Überblick könnte sich eine Antwort ergeben. Im All aber wartet nur ein riesiges schwarzes Loch und raunt vom verschlingenden Nichts. (...) Das Buch gibt keine Antwort. Anders als in Heinz Janischs "Wie war das am Anfang" bleibt das Fragen und das Antworten-Finden ein Spiel. Das Nebeneinander vieler Antwortversuche spiegelt sich auch in den puzzleartigen Illustrationen, die in Collagetechnik eine zersplitterte Weltwahrnehmung voller Fantasie und voller Möglichkeiten ausdrücken. Manche sprachlichen Bilder wie etwas "ein Lied, das vom Himmel fällt", eine "Mondwandlerin" oder ein "Flügelschlag" öffnen den Blick für weitere originelle Lösungsansätze dieser unbeantwortbaren Frage. (...)
Gertie Wagerer, bn.bibliotheksnachrichten

Es ist also kein Bienchen- und Blümchen-Aufklärungsbuch, sondern eine sehr künstlerische Annäherung an die großen Fragen der Menschheit.
Mathias Ziegler, Wiener Zeitung.at

Felicia stellt die Fragen, die als die philosophischen Grundfragen gelten. Woher kommen wir, wer sind wir, wohin gehen wir? Es sind kluge Fragen. Lebensnahe. Herausfordernde. (...) Birgit Unterholzner trifft mit ihren klaren und einfühlsamen Fragen und Antworten genau den Ton, den Kinder verstehen. Ihr Text ist nie fad-didaktisch, sondern poetisch, genauso wie letztlich alle großen Fragen nur poetisch beantwortet werden können. Und wenn für Felicia nicht alles gesagt ist, gibt es eben eine Nachfrage. Denn wie alle Kinder ist sie neugierig und ihre Fragen sind direkt. (...) Clara Frühwirth hat zu diesem träumenden Text ebenso gewitzte wie phantasievolle Illustrationen beigesteuert, bei denen man als Erwachsener lange hängen bleibt.
Heinrich Schwazer, Die Neue Südtiroler Tageszeitung

(...) Sie zeigt Mut zum Uneindeutigen, packt es in vielsagend poetische Formulierungen (...) und vermittelt den kleinen Leserinnen und Lesern genau dadurch die Anziehungskraft des Geheimnisvollen, das vielen großen Themen innewohnt. Sehr sensibel zeigt das Kinderbuch, dass wir -ebenso wie die kleine Felicia- oft nicht mehr als ein Vielleicht als Antwort finden, aber dass das Fragen, Hinterfragen und Suchen unsere Gedanken fliegen (...) lässt. Facit: Ob groß oder klein - wer "Vielleicht warst du ein Flügelschlag" liest, will Zitronenschnipsel spritzen lassen, Sternenmühlen entdecken und ein Krokodil sein, das mit der Meerfrau Walzer tanzt.
Debora Nischler, salto Kultur

Woher komme ich? Und warum bin ich auf der Welt? Das sind große Fragen, die sich Philosophen stellen, aber auch jedes Kind. Die Bozner Autorin Birgit Unterholzner versucht mit einem Bilderbuch mit Illustrationen von Clara Frühwirth Anworten zu finden. Und damit regt sie nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene an, selbst auf die Suche zu gehen nach dem Geheimnis des Lebens.
Ute Niederfriniger, ORF - Südtirol Heute

Für die Situation Kind und Vorlese-Erwachsene ist der "Flügelschlag" eine prächtige Phantasiegeschichte, worin immer wieder wundersame Bilder auftauchen, die in einem Kollage-artigen Realismus zusammengefügt sind. Die Texte sind so konzentriert gehalten, dass man sie als Gerüst verwenden kann, mit dem man in der Schwerelosigkeit der Phantasie herumklettern kann.
Helmuth Schönauer, Österreichisches Bibliothekswerk und Institut für Jugendliteratur, Wien

Das Buch führt, für ein Weilchen, heraus aus der ungeduldigen Zeit, in eine erhoffte menschenfreundliche Sicherheit. Über Tiere als Gefährten, Sterne, Mitmenschen. Der Titel "Vielleicht warst du ein Flügelschlag" sagt, sei neugierig, entdecke das Leben und pflege Hoffnung. (...) Auf eine absolut intakte Vorstellungskraft greift das Buch zurück, hier treffen lebensfrohe Bilder auf eine aussagestarke Sprache - in Form von Kunst. (...) Felicias Weg zur Antwort auf ihre Fragen ist eine wundervolle Traumreise, sie ist gesäumt von entzückenden, auch kontrastreichen Motiven. Vom blauen Vogel, einer Hängeleiter, Tausenundeiner Nacht, welche allesamt unerwartete Zusammenhänge enthüllen: Text und Bilder erzählen von der Fülle der Welt und der Fülle der Gedanken. Wenn man das Buch zumacht, ist -wetten!- die Abenteuerreise noch nicht zu Ende.
Claudia Theiner, Dolomiten

Sehr empfehlenswert.
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien, Leipzig

Warum bin ich auf der Welt? Wo komme ich her? Diese wichtigen Fagen stellt sich Felicia und macht sich auf die Suche nach Antworten. Ihr Weg führt sie von Zuhause bis ins All und an einen Fluss zu einem Krokodil und einer Meerjungfrau. Doch auf ihrem Weg findet sie mehr Fragen als Antworten, denn war sie früher einmal ein Drachenbaum oder ein Flügelschlag? Die beiden Künstlerinnen schicken die Ich-Erzählerin in einer Reise durch kunstvoll gestaltete Collagen auf die Suche nach ihrer Identität.
dixi Wien, Die besten Buchtipps für den Frühling

"Vielleicht, vielleicht, wer weiß das schon." So endet das Buch mit den Fragen, die wohl nie enden werden. Für die Menschen jedenfalls, denn es sind letztlich immer die gleichen drei existenziellen. Hier darf sie ein nachdenkliches Mädchen in unterschiedlichen Versionen stellen. Pama, Mama, Bruder, ich, Katze. Nichts ist selbstverständlich. Immer haben wir Fragen, auch wenn wir noch ganz klein sind und uns gerade so äußern können. Sie treten in unterschiedlichen Formen und oft verkleidet auf, aber es sind immer diese drei: Woher kommen wir? Welchen Sinn hat unser Leben hier? Was wird werden? Die Philosophie bildet die drei Zeiten ab und stülpt sie den Menschen über. Es ist nicht und wird auch wohl nicht d i e eine Antwort auf nur eine der Fragen geben. Aber das ist auch nicht die Aufgabe der drei, die Beschäftigung mit ihnen schafft bereits einen Sinn, die zu Fragen des Zusammenlebens heute führen. (...) Sehr empfehlenswert.
uhb, Wittmunder BilderBuchBär, Niedersachsen

Eine ganz andere, viel ruhigere Stimmung ging von dem Bilderbuchtitel "Vielleicht warst du ein Flügelschlag" aus, der vor allem ErzieherInnen gefiel (...) Als philosophische Antwortvariante hatte er auch einen viel beachteten Einsatz in einem Elternseminar zum Thema >War ich auch in Mamas Bauch? - Sexualerziehung im Kleinkindalter - Ende Januar. Dabei habe ich gemerkt, dass Eltern einen derartigen Dialog mit ihren Kindern über das Woher sehr wohl der reinen Faktenvermittlung vorziehen! (...)
Kinder sind kleine Philosophen! Für jene jungen Leser, die sich wie die Bilderbuchheldin Felicia (...) die Frage stellt, warum sie auf der Welt ist, ergeben sich hier höchst fantasievolle Antworten und Szenarien. Alles beginnt mit einem Vater-Tocher-Dialog, der Felicias Einstiegsfrage: "Warum bin ich auf der Welt?" so beantwortet, dass sie sicher sein kann: sie ist ein Wunschkind. Bei der Mama wird weitergebohrt mit einem "Wo komme ich her?" Aus Mamas Bauch natürlich! Aber die Antwort auf die Frage, wie sie da hineingekommen ist, bleibt Felicias Mama schuldig. (...) Felicia bemüht sich weiter um eine Antwort und begibt sich auf eine Fantasiereise durch die Galaxien mit allerlei Antworten - poetischen, ernüchternden und verträumten, wie sie alle in "Vielleicht warst du ein Flügelschlag" ihren Platz finden. Collagenbilder mit versprengten Fotoelementen setzen der Fantasie der Betrachter viele Imupulse, u.a. den, sich Felicias Frage zu eigen zu machen und ihrer Gedankenreise zu folgen.

Dipl.Paed.Waltraud Bauer, Elternseminare und Fortbildungen für ErzieherInnen

Dieses Kinderbuch versteht sich als Impulsgeber zu der Frage nach dem eigenen Ich. Es ist nur redlich, dass hier keine eindeutigen Antworten gegeben werden, sondern auf die Vielfalt der Möglichkeiten hingearbeitet wird, die den jungen Betrachtern schöne Identifikationsmöglichkeiten eröffnen. Die Bilder fungieren als Stichwortgeber: ein fröhlicher Mix aus Zeichnungen und Collagen zeigt die Hauptfigur in Alltagsszenen und Traumsequenzen. Auch hier bietet die Offenheit der Andeutungen viele Anknüpfungsmöglichkeiten für ein Gespräch zwischen Erwachsenen und Kindern.
Dominique Moldehn, Borromäusverein Bonn

"Warum, wozu?" Im Bilderbuch werden diese grossen Menschheitsfragen nach dem Sinn des Lebens philosophisch und poetisch angegangen.
Katherine Wagner, Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn